Die 10 gefährlichsten Schwachstellen in Webanwendungen

24. April 2010

Die Experten des Open Web Application Security Project (OWASP), einer Community die sich mit den Aspekten sicherer Programmierung in Webanwendungen beschäftigt, haben kürzlich ihre alle drei Jahre neu erstellte Top-10-Liste gefährlicher Schwachstellen und qualitativer Mängel in Webapplikationen neu veröffentlicht. Grundlage der Klassifizierung der darin enthaltenen Probleme sind Risikobewertungen, die die OWASP-Experten mittels einer eigenen OWASP Risk Ratig Methodology bewertet haben. Genauere Erläuterungen dieser Schwachstellenklassen sowie Hinweise zu ihrer Eindämmung geben sie in einer 22-seitigen Broschüre „OWASP Top 10 – 2010 The Ten Most Critical Web Application Security Risks“, die man als PDF (2,5 MB) herunterladen kann.

Die Broschüre enthält eine übersichtliche Darstellung der zehn Problemklassen und stellt Bezüge zu weiteren frei verfügbaren Referenzen her, so z.B. zu den OWASP-Projekten Enterprise Security API (ESAPI) und Application Security Verfication Standard (ASVS). Gegenstand dieser Projekte ist die Entwicklung prüf- und testbarer Standards zur Implementierung von Sicherheitsfunktionen in Webanwendungen.

Bei den zehn Risiken für Webentwickler, die laut OWASP 2010 am ehesten ernst zu nehmen sind, handelt es sich um:

•    Code Injection
•    Cross-Site Scripting (XSS)
•    Broken Authentication and Session Management
•    Insecure Direct Object References
•    Cross-Site Request Forgery (CSRF)
•    Security Misconfiguration
•    Insecure Cryptographic Storage
•    Failure to Restrict URL Access
•    Insufficient Transport Layer Protection
•    Unvalidated Redirects and Forwards

Das Ziel sicherer und qualitativ hochwertiger Software wird inzwischen von mehreren Organisationen mit jeweils eigenen Schwerpunkten verfolgt. So legten die Institute MITRE und SANS im Auftrag mehrerer Unternehmen und Organisationen, darunter auch OWASP, die zweite Auflage ihrer 25 gefährlichsten Programmierfehler erst kürzlich vor.

Dave Wichers, Mitglied des OWASP-Vorstandes betont, die zunehmende Bedeutung der Risiken, die letztlich hinter den einzelnen Schwachstellen stehen. Sicherheitslücken nur zu priorisieren ohne das dazugehörige Anwendungsumfeld zu betrachten, ergäbe keinen Sinn so Wichers.

Diese neue Konzentration auch auf denkbare Risiken soll Organisationen helfen zu einem reiferen Verständnis von Anwendungssicherheit zu kommen sowie ihre Prozesse bzgl. sicherer Programmierung, Testmanagement und Softwarequalität entsprechend weiterzuenwickeln.


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