Teilnehmer des beliebten Online-Rollenspiels World of Warcraft entwickeln sich zunehmend zu einer interessanten Zielgruppe für Phishing-Attacken. Schließlich lassen sich die Zugangsdaten zu WoW-Konten von Spielern ebenso weiterverkaufen wie seltene und daher wertvolle Gegenstände im Besitz der Spieleravatare.
Kürzlich erreichte eine Phishing-Mail die Spielergemeinde, die den Anschein hatte, als dass sie vom Betreiber Blizzard Entertainment verschickt wurde und in der es um die freiwillige Teilnahme an einem Test neuer Spielfunktionen ging. Konkret wurde ein neues spieltechnisch verbessertes Reittier versprochen (exotische Reittiere sind in WoW ein zum Teil recht wertvoller und schwer zu erlangender Besitz).
Wer an dem Test teilnehmen wollte, hätte einen Link anzuklicken und sich mit seinen Spielerdaten auf einer Website anzumelden, die auch den Begriff „worldofwarcraft“ mit im Namen trug.
So berichteten es kürzlich die Malware-Experten bei Sophos, die den Hergang der Phishing-Attacke analysierten.
Generell sollte man Mails, die einem besondere Spielvorteile wie mehr Gold, bessere Waffen, besondere Zauber oder sonst etwas Interessantes versprechen, sehr skeptisch begegnen. Insbesondere wenn die versprochenen Dinge nichts kosten und den Login mit eigenen Account-Informationen auf einer unbekannten Website erfordern.
Außerdem darf davon ausgegangen werden, dass Blizzard Entertainment Tests von professionellen Testern durchführen lässt und öffentliche Betatests von Spielfunktionen auf seiner Website ankündigt.
Verfasst von Guido Strunck