Die Absicherung der Unternehmens-IT ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Und das Anspruchsniveau steigt zunehmend rascher. Neue Bedrohungen, schärfere rechtliche Auflagen, höhere geschäftsrelevante Risiken, Nachweis- und Berichtspflichten etc. sorgen dafür. Das treibt natürlich auch die Kosten für einschlägig geschultes Personal und redundant ausgelegte Technik.
Steigende Risiken und höhere Kosten – beides zusammen lässt gerade kleine und mittlere Unternehmen darüber nachdenken, ob nicht eine Auslagerung dieses sensiblen Themas sinnvoll sein kann. Zudem sich zunehmend Firmen am Markt etablieren, die Managed-Security-Services oder gar komplette Security-Operation-Center, d.h. hochverfügbare und durchgehend (7×24) betriebene Rechenzentren mit hohen Sicherheitsstandards zur Miete, zur Einstellung eigener Server oder für das Auslagern bestimmter Security-Funktionen anbieten.
„Ein Sicherheitsleitstand oder „Security Operation Center“ (SOC) verarbeitet die sicherheitsrelevanten Meldungen und Vorkommnisse in einer Organisation zentral und korreliert sie, um die richtigen Reaktionen zu veranlassen. Die Funktion ähnelt der der Leitstelle eines Rettungsdienstes, dessen Aufgaben von der Entgegennahme der Notrufe über das Heranführen der zuständigen Spezialkräfte bis zur Koordinierung mit anderen Dienststellen reichen“ (lanline.de)
So berichtet auch die Fachzeitschrift „IT-Sicherheit“ in ihrer aktuellen Ausgabe 3/2008 schwerpunktmäßig über das Thema Managed-Security-Services und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass hier das Gleiche gilt wie beim Auslagern anderer sensibler Themen: Es kommt auf den Einzelfall an und man muss sich die Vertragspartner genau ansehen.
Es scheint sich aber auch hier der allmähliche Trend abzuzeichnen, dass einzelne Teilbereiche der IT-Sicherheit an Dienstleister ausgelagert werden, während die betriebswirtschaftliche Überwachung und strategische Steuerung weiterhin unternehmensintern verbleibt.
Verfasst von Guido Strunck